Liebe Fans von Eintracht,
beim Lesen des Artikels werdet ihr schnell feststellen, dass der Artikel schon ziemlich veraltet ist.
Leider hatten wir ein paar technische Probleme; den Artikel wollen wir euch trotzdem nicht vorenthalten.
Morgen zum Sieg zum nächsten Sieg um 17:30 Uhr in die Halle!
Eintracht lebt!
Seit dem letzten Spiel zuhause gegen Magdeburg sind nun schon knapp drei Wochen vergangen.
Zunächst stand die Auswärtstour nach Nettelstedt an, die unter optimalen Bedingungen stattfinden sollte. Spiel am Samstag, Sonnenschein dazu und ein Spielort den man in kürzester Zeit erreichen konnte, denn Nettelstedt gehört schon zu den näheren Zielen in dieser Saison. Um geschlossen anzureisen, setzte unsere Gruppe einen Bus ein, der leider nur zur Hälfte gefüllt werden konnte, was aus unserer Sicht völlig unverständlich war und einen auch verwirrt, waren wir in den vorigen Spielen doch ziemlich zahlreich vertreten. Nichtsdestotrotz versuchte man das Beste daraus zu machen zumal einem auf gegnerischer Seite heute die „Suptras“ gegenüberstanden. Diese gehören mit den „Ultras Flensburg“ und dem „Commando 1924 Minden“ unbestritten zu den größten Handballgruppen im Land und man versucht natürlich irgendwann einmal aufschließen zu können.
Angekommen an der Halle, merkte man sofort, dass hier noch nicht der Kommerz regiert. Zwar wurden ein paar Werbeflyer verteilt, aber es war einfach eine viel lockere Atmosphäre, als beispielsweise beim H$V. Nachdem man dann die Karten problemlos kaufte wurde der Block geentert und unser Banner erblickte das Licht der Halle. Glücklicherweise konnte man alles problemlos anbringen, da der Ordnerdienst in der Halle sich erstaunlich ruhig und zurückhaltend verhielt. Das gefällt! Genau so, wie die Halle. Ähnlich wie in Minden findet man hier eine Sporthalle auf, die nicht einfach künstlich aufgebaut wurde. Schade, dass man solche Hallen nicht öfter vorfindet.
Im Block wurde sich dann die restliche Zeit bis zum Anpfiff vertrieben und man merkte relativ früh, dass hier heute sehr wenige Eintracht Fans das Spiel verfolgen werden. Dass es dafür keine Erklärung gab, war für uns klar, denn nach Nettelsedt kommt man auch locker mit dem Auto. Daran gilt es in nächster Zeit zu arbeiten. Wir müssen mehr Leute mobilisieren, um die Eintracht auch auswärts nach vorne zu treiben!
Denn das hat der Eintracht heute gefehlt. Zwar war der Kampf heute vorhanden, aber die Abwehr stand einfach nicht gut und ging zu sanft in die Zweikämpfe. Das muss geändert werden, damit man in Liga 1 auf Kurs bleibt und nicht völlig untergehen will. So verlor die Eintracht am Ende verdient mit 33:27. Die Rückfahrt verlief dementsprechend auch weitestgehend ruhig und man erreichte Hildesheim ziemlich zeitig, nachdem man auf der letzten Rast noch Kontakt mit den osteuropäischen LKW-Fahrern aufnahm und endlich fündig wurde bei der Suche nach Eis. So ging eine am Ende doch recht lustige Tour zu Ende. Lediglich über die Teilnehmerzahl und das Verhalten einzelner lässt sich streiten. So steht doch die Anfeuerung und der Support unserer Mannschaft an erster Stelle und nicht etwa die Provokation des gegnerischen Fanlagers.
Die „Suptras“ dagegen wussten während des gesamten Spiels mit schönem Armeinsatz und teilweise sehr lauten Sprechchören zu überzeugen. Vorallem, wenn die ganze Halle mitgemacht hat, wurde es laut. Das kommt also davon, wenn zwei Fanclubs zusammenarbeiten.
Nun galt es gegen Göppingen alle Kräfte freizusetzen, damit das Spiel gegen Hüttenberg nicht zu einem absoluten Kellerduell wird. Wir trafen uns als Gruppe in der Szene Garage, um das Spiel gebührend einzuläuten, schließlich MUSSTE es heute einfach klappen. Bei dem einen oder anderem Kaltgetränk, wichen die Meinungen dann voneinander ab. Gewinnen wir oder doch nicht? Diese Frage beschäftigte alle, aber was wir in den kommenden 60 Minuten erleben sollten, dass wollte keiner auch nur ansatzweise glauben. Dazu aber später mehr. Heute kam man schon relativ früh in die Halle, um alles schön in Ruhe aufzubauen. Dabei begrüßte man dann die weiteren Mitglieder und gemeinsam wurden schon kurz vor Anpfiff die ersten Lieder gesungen.
Das Spiel begann und die Eintracht legte los wie die Feuerwehr. Besonders Quivst und Ivakno wussten zu gefallen und setzten immer wieder Akzente im Offensivspiel und auch in der Abwehr, wo kurzfristig Milan Weißbach ausfiel. Der wurde aber bestens ersetzt und man merkte fast gar nicht, dass er heute fehlte. Aufgrund dieser wirklich beeindruckenden ersten Halbzeit spielte man eine 18:12 Führung gegen den Europapokalsieger heraus. Auch die Stimmung in unserem Block wusste zu gefallen. Neben den üblichen Liedern wurden auch alte Gassenhauer rausgehauen bei denen die Mitmachquote heute sehr hoch war. Natürlich hatte man heute auch einen kleinen Vorteil, denn Gästefans waren heute zwar sichtbar anwesend, aber hören tat man sie über das ganze Spiel hinweg nicht einmal. Denn in der zweiten Halbzeit eskalierte die Halle völlig. Ab der 50. Minute stand die Haupttribüne komplett und eine Gänsehaut folgte der nächsten.
Angetrieben von lauten „Eintracht“ – Rufen spielten unsere Mannen konsequent die Führung runter und ließen sich auch nicht von den, wieder einmal, willkürlich vergebenen Zeitstrafen der Schiedsrichter beeindrucken. Diese trieben die Tribünen allerdings noch mehr an und die ganze Halle bebte zwischenzeitlich, wie man es kaum ein anderes Mal erlebt hatte. Da merkt man wie viel Potenzial in der Halle steckt und wie laut man eigentlich sein kann. War schon eine ziemlich geile Schlussphase. Begünstigt von dem guten Schlussspurt unserer Mannschaft, die am Ende völlig verdient mit 30:26 gewann. Der Jubel kannte nun keine Grenzen mehr und es wurde einfach nur noch gefeiert, zumal wir auch noch auf den 15. Tabellenplatz klettern konnten und somit im Moment die Klasse erhalten haben. Bis zum tatsächlichen Klassenerhalt ist es aber noch ein langer Weg für den es sich lohnt zu kämpfen!
An diesem Tag spielte sich aber ein Eintracht Spieler in die Herzen aller Eintracht Fans(Ausgenommen die, bei denen er schon einen Platz sicher hat). Die Rede ist natürlich, wieder einmal, von DENNIS KLOCKMANN. Mehr als 20 Paraden konnte er heute auf seinem Konto verbuchen und war so ein Garant des Erfolges. Einfach unfassbar, dieser Typ!
Der eigentliche Tiefpunkt sollte aber nach dem Spiel noch folgen. Ein Mitglied kam etwas später als geplant in die Halle. Besser gesagt erst mal nicht, denn von den Ordnern wurde ihm der Eintritt verwehrt. Auf Nachfrage hatten diese allerdings keine Antwort und ließen trotzdem nicht an der Entscheidung rütteln. Irgendwie fand er dann doch den Weg in die Halle, aber nicht einmal 5 Minuten später standen 5 (in Worten: FÜNF!) Ordner um ihn herum, damit sie ihn gemeinsam aus unserem Block holen konnten. Dies stieß natürlich auf Gegenwehr unsererseits und so kam es zu einer kleinen Auseinandersetzung zwischen unserer Gruppe und dem Ordnerpersonal. Dieser sollte einmal die Methoden hinterfragen mit denen er in der Halle auftritt. Draußen traf man sich dann wieder und ließ den Abend zusammen ausklingen. Bleibt abzuwarten, was darauf folgt!
Der Himmel weinte nun Freudentränen und so konnte jeder ruhig und glücklich einschlafen, mit dem Wissen, dass man zumindest bis Mittwoch nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben wird.
Bis dahin gilt also Kraft tanken und Stimme ölen, damit die Füchse in Hildesheim NICHTS mitnehmen werden. Die Kulisse kann dabei einen ganz wichtigen Faktor spielen. ALLE ZUSAMMEN FÜR HILDESHEIM! Ihr habt doch gesehen, dass es funktioniert!