TimeOut

Liebe Handballfans, liebe Interessierte der Hurricanes,

sicherlich fragt ihr euch, warum in letzter Zeit wenig passiert, warum die Gruppe nicht mehr geschlossen in der Halle auftritt.
Sicherlich habt ihr mitbekommen, dass zwei unserer Brüder vom Verein ein Hallenverbot bekommen haben, das nach wie vor nicht nachvollziehbar ist. Auch der Rest der Gruppe wird vom Verein nur schwerwillig akzeptiert. Da fällt es schwer, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren.

Bierbecherwerfer werden als Helden tituliert, harmloses Gepöbel wird als vermeintliche Straftat verurteilt.  Am meisten traf uns, dass vom Verein Aussagen wie „Ihr seid keine Fans“ oder auf unser Spruchband „Wir sind die Fans, die Ihr nicht wollt“ ein einfaches „Ja, stimmt“ kamen.

Da muss man sich hinterfragen, wofür man den ganzen Aufwand überhaupt betreibt.
Viele von uns haben im Jahr 2011 über 30 Spiele der Eintracht besucht, sind dabei über 6318 km Kilometer mit dem Rad, Auto, Bus oder Zug gefahren, haben für die Spiele mehr als 388,9 Euro ausgegeben. Würde jemand, der kein Fan der Eintracht ist, so einen Aufwand betreiben?

Nun müssen wir leider feststellen, dass die Stimmung in der Halle sehr unter den Hallenverboten und den Vorkommnissen in letzter Zeit leidet. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, auf unbestimmte Zeit nicht mehr aktiv als Gruppe in der Halle aufzutreten.

Wir hoffen, eines Tages motiviert und stark wie nie aus der Krise aufzustehen, um wieder alles für unsere Eintracht zu geben.

Hurricanes Hildesheim, März 2012

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Melsungen auswärts

Endlich wieder auswärts, endlich wieder Eintracht und endlich wieder einen Sieg einfahren. Das erhoffte man sich zumindest. Aufgrund der eisigen Temperaturen im kalten Deutschland entschied sich unsere Gruppe für ein witziges Wortspiel und so machte man kurzerhand aus Melsungen, MALLEsungen. Es stand also eine Mallorca Fahrt an und die ganze Gruppe traf sich in Badeshorts und Luftmatratze am Bahnhof ein, um den Weg nach Kassel anzutreten. Leider musste man auf der Hinfahrt, sowie auf der Rückfahrt den Metronom benutzen, in welchem man das Alkoholverbot kurzerhand selber aufhob. Ist auch ziemlicher Schwachsinn so ein Alkoholverbot im Metronom. Die Fahrt verlief sehr ruhig und ohne besondere Vorkommnisse erreichte man Kassel und überaus pünktlich somit auch die Halle. Bei dem Verzehr des selbst mitgebrachten Gerstensaftes vor der Halle (Draußen war das Bier leider, leider eingefroren) sinnierte man dann über die angeblich wiedererstarkte Mannschaft und man malte sich schon die Szenarien aus, wenn man heute wirklich gewinnen würde.

Die Halle selbst war ziemlich gut gefüllt und es fiel sofort auf, dass auch vor dieser Halle der Kommerz nicht Halt gemacht hat. Zig Verkaufsstände und Angebote und alles hatte rein gar nichts mit der hier spielenden Mannschaft zu tun. Für dieses Handballspiel, was heute nebenbei auch noch stattfinden sollte, musste man dann erst um die Ecke gehen, um überhaupt die Platte zu sehen. Naja, wer es toll findet..

In unserem Block endlich angekommen, war man dann positiv überrascht. Zumal die Ticketing Abteilung auch noch einen guten Job machte. Absprachen wurden eingehalten und so musste man nicht den geforderten Preis von 20Euro bezahlen, sondern kam für 6Euro (Stehplatz) in die Halle. Nachdem man dann den Block beflaggte, legten wir los. Eine gute Anzahl an Leuten konnte sich oft genug Gehör verschaffen, allerdings wurde einem schnell klar, dass man heute nicht die Chance hatte über längere Zeit lautstark die Mannschaft zu unterstützen. Der Grund dafür waren die gefühlten 20 Trommeln im Heimbereich, die immer den gleichen Rhythmus trommelten. Leider tat das Spiel auch nicht dazu bei, die Stimmung zu verbessern. Es war schlichtweg langweilig und schlecht, was die Mannschaft heute bot. Der Wille zum Sieg war nicht erkennbar und in der Abwehr fehlte jegliche Aggressivität.

Unsere Gruppe versuchte trotzdem das Beste aus der Situation zu machen und so feierte man sich selbst, die Mannschaft und die Hallenverbotler (NIEMALS ALLEINE!). In dieser Phase fanden auch die Mallorca Materialien ihren Einsatz, den man wirklich als gelungen bezeichnen kann. Mit dem Abpfiff verflog dann auch die Enttäuschung, denn das war man in dieser Saison schon öfter gewohnt.

Es folgte die Rückfahrt und somit das Highlight der Tour. Mit dem Zug fuhr man durch zahlreiche Dörfer, die man vor der Fahrt noch nicht einmal wahrgenommen hat. Leider passierte in einem Dorf (Anmerkung: EICHENBERG EICHENBERG) ein Missgeschick und ein Mitglied unserer Gruppe wollte lieber noch ein bisschen Sightseeing betreiben und erforschte die Region um Göttingen. Bei so einer schönen Gegend sicherlich verständlich, jedoch kam besagtes Mitglied etwas später an, als der Rest der Gruppe. Diese machte in der

Zwischenzeit, nach dem man sich nach dem Befinden der verloren gegangenen Person erkundigte (Zitat: „Alles gut!“), den Metronom zum Partyzug und zahlreiche Schlager wurden zum Besten gegeben. Das besagte Alkoholverbot wurde wieder einmal aufgehoben und trotzdem kam man ohne Strafe gegen 24Uhr in Hildesheim an.

Es bleibt also zu sagen, dass man wieder einmal keinen Sieg einfahren konnte und der Abstieg somit besiegelt sein sollte. Laut Berichten soll der Bahnhof von Göttingen ebenfalls sehr schön sein und auch von der Stadt kann man nicht klagen.

Nun gilt es gegen Hamburg alles zu geben. Stimmungstechnisch, sowie spielerisch. Alle zusammen sollten jetzt an einem Strang ziehen, damit das Wunder vielleicht doch noch geschehen kann.

FÜR DIE MANNSCHAFT – ALLEZ GRÜN WEISS

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DERBY

Nach endlos langer Zeit stand endlich einmal wieder das Derby an. Dazu noch auswärts und in der 1. Bundesliga. Was will man mehr? So versammelten sich am Derbytag rund 50 Hildesheimer am Hauptbahnhof und so ging es ohne die erwartete Polizeibegleitung mit dem Zug nach Hannover. Da das Spiel in der TUI… Arena ausgetragen wurde stieg man in Laatzen aus und erreichte die Halle nach kurzen Stops ziemlich pünktlich. Allerdings erwartete uns dann schon die erste Hürde. Denn die Abteilung Ticketing ist in Hannover wohl nicht wirklich informiert und absolut Kreisligawürdig. An Absprachen wurde sich nicht gehalten und so fand man sich man Ende in der ersten Reihe wieder anstatt im Oberrang. Sei´s drum. So kam man wenigstens billiger rein, als alle anderen. Letztlich bekam man auch alle anderen Materialen in den Block und so nützten auch die am Eingang erteilten Materialverbote relativ wenig.

Die Halle strotzte wie erwartet nur so vor Werbung und war das absolute negativ Beispiel in Sachen Kommerz. Aber anscheinend wünscht sich das typische Handballpublikum so etwas und am Ende war die Halle auch noch mit fast 9000 Zuschauern fast ausverkauft. Die erwarteten 2000-3000 Hildesheimer fielen zu keinem Zeitpunkt auf. Entweder waren wirklich nicht so viel vor Ort oder es lag daran das einfach kein offizieller Gästebereich ausgewiesen worden ist. Das war auch der Grund dafür, dass die Stimmung nicht wirklich überzeugen konnte. Daran hatten auch wieder die in der ganzen Halle verteilten Klatschpappen ihren Anteil. Das Spiel war auch ein Faktor der da mitspielte, denn wer in einem Derby so spielt, der hat etwas nicht verstanden. Kein Kampf, keine Leidenschaft und auch kein Wille, das Spiel in irgendeinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise gewinnen zu wollen. Das waren auch die Gründe, weshalb wir 5 Minuten vor Schluss geschlossen die Halle verließen, denn diese Leistung wollten wir uns nicht länger bieten lassen.

Nach dem Spiel erwarteten uns dann die Cops vor der Halle. Die Gründe dafür würden auch wir gerne wissen, denn zu keinem Zeitpunkt war keinerlei aggressive Stimmung unsererseits auszumachen, da auf gegnerischer Seite eh nur Kutten unterwegs waren. Außerdem überwog die schlechte Stimmung aufgrund der schlechten Leistung der Mannschaft.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof passte sich das Wetter unserer Stimmung an und es fing an zu regnen. So war man froh, als man endlich wieder in den Zug gen Hildesheim einsteigen konnte und der Stadt des Feindes den Rücken zuwenden konnte.

Noch ein Wort zu den Heimfans, die sich auf den Stehplätzen wiederfinden konnten, die allerdings nur zur Hälfte gefüllt werden konnte. Mit gefühlten 20 Trommeln „dominierte“ man die Halle und die 20 Männchen vom Fanclub taten alles, um die Halle zur Welle zu animieren, was jedoch nicht klappen wollte. Dafür waren sich die echten Fans auf der Haupttribüne dann wohl doch zu schade. Es war ja nur das Derby und nicht Kiel.

Veröffentlicht unter 2011/2012

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Protestaktion gegen Wetzlar

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Balingen Heim

Balingen Heim

Heute stand also das Spiel gegen den HBW Balingen-Weilstetten an. Die Gruppe traf sich pünktlich an der Halle und mit einer guten Anzahl an Leuten ging es also hinein in unsere schöne Halle und der Block wurde beflaggt. Natürlich standen die Anzeichen nicht gut, denn nach der Niederlagenserie war kaum noch Selbstbewusstsein vorhanden. Allerdings versuchte man das Beste aus der Situation zu machen und so sang man sich schon vor Spielbeginn ein bisschen ein, bevor man dann zum Einlaufen richtig loslegte. Immer wieder konnte man sich Gehör verschaffen und das mit einer etwas kleineren Zahl bei uns im Block, als sonst. Vor allem die lauten „Eintracht“-Rufe wussten zu gefallen. Völlig unverständlich ist dagegen, dass Hölle die Gesänge immer wieder niedertrommelt. Man muss doch merken, wenn die ganze Halle mitzieht?!

Zu unserer Freude war heute auch das Spiel zumindest in der ersten Halbzeit wieder etwas besser. Wir führten zeitweise sogar mit 5 Toren. Allerdings verspielte die Mannschaft dann gegen 7 Balinger (Torwart rausgenommen) den Vorsprung und am Ende gewann die Mannschaft aus dem Süden mit 26:24. Leider also wieder keine 2 wichtige Punkte gegen den Abstieg gesammelt.

Die Vorkommnisse nach dem Spiel sind jedoch noch einmal erwähnenswert.

Dazu hatten wieder einmal die Schiedsrichter ihren Anteil. Die beiden verstanden es nämlich immer mehr sich den Zorn der Eintracht Fans zu erpfeifen. Nach zahlreichen Fehlentscheidungen standen sogar die Fans auf der Haupttribüne auf und laute „Schieber“-Rufe schepperten durch die Halle. Hatte ziemlich Stil und zeigt welches Potential in der Halle steckt. Dies alles gipfelte dann nach Spielende in zahlreichen Würfen, darunter Becher, Plastikflaschen und Zeitungen, die allesamt von der Haupttribüne geworfen wurden.

Unsere Gruppe war dagegen nur etwas weiter die Treppe runter gelaufen, um den Schiedsrichtern ein paar nette Worte mit auf den Heimweg zu geben. Also nichts wirklich Weltbewegendes. Dass dadurch zig Ordner plus unserem Manager den Weg in unseren Block fanden ist daher völlig überzogen und absolut nicht nachvollziehbar. Zumal sich unsere Gruppe relativ schnell beruhigte. Dies schien aber niemanden zu interessieren und so wurden Schuldige gesucht, die man allesamt unserer Gruppe zuordnen konnte. Dass dadurch ein kleinerer Tumult zustande kam, war also auch nachvollziehbar und vorauszusehen, da wir es uns nicht bieten lassen wegen Nichtigkeiten  verurteilt zu werden.

Alles gipfelte dann in zwei Hallenverboten, die von Gerald Oberbeck gegenüber zwei unseren Mitgliedern ausgesprochen wurden. Erwähnenswert ist dabei, dass sämtliche Mitglieder unserer Gruppe für das Verhalten, das der Manager dabei gegenüber den beiden Gruppenmitgliedern an den Tag legte, eine Strafanzeige gekriegt hätten. Die Hände haben nichts am Hals zu suchen…

Nach mehreren Diskussionen mit den Ordnern, die zum Teil auch handgreiflich waren, wurde man  mit der Begründung, dass man „sich so nicht als Eintracht Hildesheim Fans verhält“(Oberbeck) vertröstet. Auf Nachfrage, ob die Haupttribüne ebenfalls keine Fans sind, hatte man dann keine Antwort parat. Wäre ja auch zu schwer und unserem Ordnerdienst nicht zumutbar. Und da man mit uns schon „öfter Stress hatte“, sind wir eben die Schuldigen. Ist doch klar. Aufgebracht verließen wir dann geschlossen die Halle und standen dort noch eine Weile, um die Vorkommnisse Revue passieren zu lassen. Zu unserem Erstaunen erschien dann noch unser Manager. Der machte dann noch einmal deutlich, dass wir „endlich verschwinden sollen“. Da wir uns dies nicht gefallen lassen, nehmen wir diese Bitte ernst.

Wir haben uns schweren Herzens also dazu entschlossen, dem nächsten Spiel am Mittwoch gegen Wetzlar fernzubleiben. Diese Entscheidung wurde von der ganzen Gruppe getroffen und wir wollen gar nicht, dass ihr diese gut oder schlecht heißt. Wir wollen auch nicht, dass ihr euch diesem Boykott anschließt, das ist völlig klar. Allerdings wollen wir, dass ihr über diesen Schritt informiert seid. Entscheidet selbst, wie ihr bei diesem Spiel handelt. Wann wir zurückkehren ist ungewiss, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt!

In diesem Sinne verbleiben wir und wünschen der Mannschaft für die Zukunft alles Gute.

Hurricanes Hildesheim, Dezember 2011

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Nachtrag Nettelstedt

Liebe Fans von Eintracht,
beim Lesen des Artikels werdet ihr schnell feststellen, dass der Artikel schon ziemlich veraltet ist.
Leider hatten wir ein paar technische Probleme; den Artikel wollen wir euch trotzdem nicht vorenthalten.

Morgen zum Sieg zum nächsten Sieg um 17:30 Uhr in die Halle!

 

 

Eintracht lebt!
Seit dem letzten Spiel zuhause gegen Magdeburg sind nun schon knapp drei Wochen vergangen.

Zunächst stand die Auswärtstour nach Nettelstedt an, die unter optimalen Bedingungen stattfinden sollte. Spiel am Samstag, Sonnenschein dazu und ein Spielort den man in kürzester Zeit erreichen konnte, denn Nettelstedt gehört schon zu den näheren Zielen in dieser Saison. Um geschlossen anzureisen, setzte unsere Gruppe einen Bus ein, der leider nur zur Hälfte gefüllt werden konnte, was aus unserer Sicht völlig unverständlich war und einen auch verwirrt, waren wir in den vorigen Spielen doch ziemlich zahlreich vertreten. Nichtsdestotrotz versuchte man das Beste daraus zu machen zumal einem auf gegnerischer Seite heute die „Suptras“ gegenüberstanden. Diese gehören mit den „Ultras Flensburg“ und dem „Commando 1924 Minden“ unbestritten zu den größten Handballgruppen im Land und man versucht natürlich irgendwann einmal aufschließen zu können.

Angekommen an der Halle, merkte man sofort, dass hier noch nicht der Kommerz regiert. Zwar wurden ein paar Werbeflyer verteilt, aber es war einfach eine viel lockere Atmosphäre, als beispielsweise beim H$V. Nachdem man dann die Karten problemlos kaufte wurde der Block geentert und unser Banner erblickte das Licht der Halle. Glücklicherweise konnte man alles problemlos anbringen, da der Ordnerdienst in der Halle sich erstaunlich ruhig und zurückhaltend verhielt. Das gefällt! Genau so, wie die Halle. Ähnlich wie in Minden findet man hier eine Sporthalle auf, die nicht einfach künstlich aufgebaut wurde. Schade, dass man solche Hallen nicht öfter vorfindet.

Im Block wurde sich dann die restliche Zeit bis zum Anpfiff vertrieben und man merkte relativ früh, dass hier heute sehr wenige Eintracht Fans das Spiel verfolgen werden. Dass es dafür keine Erklärung gab, war für uns klar, denn nach Nettelsedt kommt man auch locker mit dem Auto. Daran gilt es in nächster Zeit zu arbeiten. Wir müssen mehr Leute mobilisieren, um die Eintracht auch auswärts nach vorne zu treiben!

Denn das hat der Eintracht heute gefehlt. Zwar war der Kampf heute vorhanden, aber die Abwehr stand einfach nicht gut und ging zu sanft in die Zweikämpfe. Das muss geändert werden, damit man in Liga 1 auf Kurs bleibt und nicht völlig untergehen will. So verlor die Eintracht am Ende verdient mit 33:27. Die Rückfahrt verlief dementsprechend auch weitestgehend ruhig und man erreichte Hildesheim ziemlich zeitig, nachdem man auf der letzten Rast noch Kontakt mit den osteuropäischen LKW-Fahrern aufnahm und endlich fündig wurde bei der Suche nach Eis. So ging eine am Ende doch recht lustige Tour zu Ende. Lediglich über die Teilnehmerzahl und das Verhalten einzelner lässt sich streiten. So steht doch die Anfeuerung und der Support unserer Mannschaft an erster Stelle und nicht etwa die Provokation des gegnerischen Fanlagers.

Die „Suptras“ dagegen wussten während des gesamten Spiels mit schönem Armeinsatz und teilweise sehr lauten Sprechchören zu überzeugen. Vorallem, wenn die ganze Halle mitgemacht hat, wurde es laut. Das kommt also davon, wenn zwei Fanclubs zusammenarbeiten.

Nun galt es gegen Göppingen alle Kräfte freizusetzen, damit das Spiel gegen Hüttenberg nicht zu einem absoluten Kellerduell wird. Wir trafen uns als Gruppe in der Szene Garage, um das Spiel gebührend einzuläuten, schließlich MUSSTE es heute einfach klappen. Bei dem einen oder anderem Kaltgetränk, wichen die Meinungen dann voneinander ab. Gewinnen wir oder doch nicht? Diese Frage beschäftigte alle, aber was wir in den kommenden 60 Minuten erleben sollten, dass wollte keiner auch nur ansatzweise glauben. Dazu aber später mehr. Heute kam man schon relativ früh in die Halle, um alles schön in Ruhe aufzubauen. Dabei begrüßte man dann die weiteren Mitglieder und gemeinsam wurden schon kurz vor Anpfiff die ersten Lieder gesungen.

Das Spiel begann und die Eintracht legte los wie die Feuerwehr. Besonders Quivst und Ivakno wussten zu gefallen und setzten immer wieder Akzente im Offensivspiel und auch in der Abwehr, wo kurzfristig Milan Weißbach ausfiel. Der wurde aber bestens ersetzt und man merkte fast gar nicht, dass er heute fehlte. Aufgrund dieser wirklich beeindruckenden ersten Halbzeit spielte man eine 18:12 Führung gegen den Europapokalsieger heraus. Auch die Stimmung in unserem Block wusste zu gefallen. Neben den üblichen Liedern wurden auch alte Gassenhauer rausgehauen bei denen die Mitmachquote heute sehr hoch war. Natürlich hatte man heute auch einen kleinen Vorteil, denn Gästefans waren heute zwar sichtbar anwesend, aber hören tat man sie über das ganze Spiel hinweg nicht einmal. Denn in der zweiten Halbzeit eskalierte die Halle völlig. Ab der 50. Minute stand die Haupttribüne komplett und eine Gänsehaut folgte der nächsten.

Angetrieben von lauten „Eintracht“ – Rufen spielten unsere Mannen konsequent die Führung runter und ließen sich auch nicht von den, wieder einmal, willkürlich vergebenen Zeitstrafen der Schiedsrichter beeindrucken. Diese trieben die Tribünen allerdings noch mehr an und die ganze Halle bebte zwischenzeitlich, wie man es kaum ein anderes Mal erlebt hatte. Da merkt man wie viel Potenzial in der Halle steckt und wie laut man eigentlich sein kann. War schon eine ziemlich geile Schlussphase. Begünstigt von dem guten Schlussspurt unserer Mannschaft, die am Ende völlig verdient mit 30:26 gewann. Der Jubel kannte nun keine Grenzen mehr und es wurde einfach nur noch gefeiert, zumal wir auch noch auf den 15. Tabellenplatz klettern konnten und somit im Moment die Klasse erhalten haben. Bis zum tatsächlichen Klassenerhalt ist es aber noch ein langer Weg für den es sich lohnt zu kämpfen!
An diesem Tag spielte sich aber ein Eintracht Spieler in die Herzen aller Eintracht Fans(Ausgenommen die, bei denen er schon einen Platz sicher hat). Die Rede ist natürlich, wieder einmal, von DENNIS KLOCKMANN. Mehr als 20 Paraden konnte er heute auf seinem Konto verbuchen und war so ein Garant des Erfolges. Einfach unfassbar, dieser Typ!

Der eigentliche Tiefpunkt sollte aber nach dem Spiel noch folgen. Ein Mitglied kam etwas später als geplant in die Halle. Besser gesagt erst mal nicht, denn von den Ordnern wurde ihm der Eintritt verwehrt. Auf Nachfrage hatten diese allerdings keine Antwort und ließen trotzdem nicht an der Entscheidung rütteln. Irgendwie fand er dann doch den Weg in die Halle, aber nicht einmal 5 Minuten später standen 5 (in Worten: FÜNF!) Ordner um ihn herum, damit sie ihn gemeinsam aus unserem Block holen konnten. Dies stieß natürlich auf Gegenwehr unsererseits und so kam es zu einer kleinen Auseinandersetzung zwischen unserer Gruppe und dem Ordnerpersonal. Dieser sollte einmal die Methoden hinterfragen mit denen er in der Halle auftritt. Draußen traf man sich dann wieder und ließ den Abend zusammen ausklingen. Bleibt abzuwarten, was darauf folgt!

Der Himmel weinte nun Freudentränen und so konnte jeder ruhig und glücklich einschlafen, mit dem Wissen, dass man zumindest bis Mittwoch nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben wird.
Bis dahin gilt also Kraft tanken und Stimme ölen, damit die Füchse in Hildesheim NICHTS mitnehmen werden. Die Kulisse kann dabei einen ganz wichtigen Faktor spielen. ALLE ZUSAMMEN FÜR HILDESHEIM! Ihr habt doch gesehen, dass es funktioniert!

Veröffentlicht unter 2011/2012